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Hospiz macht Schule

Bei dem Projekt Hospiz macht Schule handelt es sich um eine Projektwoche an Grundschulen. Durchgeführt wird diese von zuvor befähigten und ehrenamtlich engagierten Menschen aus örtlichen Hospizgruppen in Kooperation mit den Grundschulen. Die Ehrenamtlichen werden auf Grundlage eines für dieses Projekt entwickelten Curriculums ausgebildet.

Das Projekt richtete sich ursprünglich an Kinder der 3. und 4. Klasse. Gemäß dem Konzept gehen mindestens fünf bis sechs Ehrenamtliche für fünf Tage gemeinsam als Team in eine Schulklasse, wobei jeder Tag einen eigenen Schwerpunkt hat. Durch die hohe Anzahl Ehrenamtlicher wird Arbeit in Kleingruppen und ein geschützter Rahmen gewährleistet, in dem die Kinder Fragen stellen und ausreichend zu Wort kommen können.
Grundsätzlich geht es darum zu vermitteln, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind. Die Themenschwerpunkte werden den Schülern sach- und altersangemessen mit Geschichten, Bildern und Filmausschnitten nahe gebracht. Fantasiereisen, Meditationen sowie der Umgang mit Farben und Musik ergänzen das konkrete Handeln der Kinder. Die Ergebnisse der einzelnen Tage werden bei einem Abschlussfest am letzten Tag den Eltern präsentiert.
Den Bedürfnissen entsprechend, wurde dieses Projekt auch für Schüler der Oberstufe weiterentwickelt.

Hospiz macht Schule wurde 2006 von einer Arbeitsgruppe entwickelt, die der DHPV (damals noch BAG Hospiz e.V.) 2005 konstituierte und die von der Hospizbewegung Düren e.V. koordiniert wurde. Seit 2008 wird das Projekt sowohl vom DHPV als auch von der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH bundesweit multipliziert, fortentwickelt und über einen speziellen Befähigungskurs an die Ehrenamtlichen der durchführenden Hospizvereine und -träger weitergegeben. Der einheitlich entwickelte Ausbildungsstandard gewährleistet das Know-How und die Kompetenzen in dem mit den gemeinschaftlichen Projekterfahrungen aller durchführenden Hospize abgestimmten Projektablauf.

Seit 2011 fördern wir, die LAG Hospiz Brandenburg, die Schulung Ehrenamtlicher und sehen dieses Projekt als eine wesentliche Aufgabe im Sinne der Hospizidee. Wir können uns als Gesellschaft weder vor unserem eigenen, noch vor dem Sterben unserer Lieben, Angehörigen, Freunde oder Bekannten verschließen. Es ist wichtig, Jedem seinen individuellen Weg zu lassen; davor beschützen können wir aber Niemandem. Und die Erfahrungen aus diesem Projekt sprechen für sich: Kinder sind unheimlich stark und einfallsreich im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer!